Nov 16 2006

Big Brother überwacht ou di !

Manfred Pürro @ 14:54

In der heutigen Zeit ist es dank der aktuellen Informatik-Systeme ein einfaches, tonnenweise Daten anzusammeln. Solche Datensammlungen können natürlich missbraucht werden. Stellt euch mal vor, jemand würde die Daten von Coop Supercard, Migros Cumulus und eure Überweisungsdaten der Bank zusammenlegen… Na? Wenn da noch die Natel-Verbindungsdaten (inklusive Standortdaten…) in diese Datenbank fliessen würden, könnte dann irgend jemand mit Zugriff auf diese Datenbank – jeden Schritt eures Lebens nachvollziehen.

Ich schreibe diesen Artikel um auf diese Thematik aufmerksam zu machen. Eine “Ich habe nichts zu verbergen” Einstellung finde ich völlig fehl am Platz. Klar haben die meisten nichts zu verbergen. Es muss aber daran gedacht werden, das solch eine Überwachung vor allem den Mächtigen auf der Welt etwas nützt. Und den Mächtigen dieser Welt traue ich nun wirklich nicht! Ich traue Ihnen aber fast alles zu!

Deshalb ist es wichtig auf solche Themen zu achten, und Datensammlungen nicht einfach zuzulassen. Bei den Telekom Anbietern werden übrigens auch alle eure SMS inklusive Text, Nummern, Datum usw gespeichert… Momentan verlangt das Gesetz eine Aufbewahrung solcher Daten für ein Jahr. Gleichzeitig sind die Daten aber Geschützt, Sie dürfen nicht verwendet werden. Sie werden nur gespeichert, damit in speziellen Fällen ein Richter deren Herausgabe verlangen kann. Dies ist auch gut so.

Ich sage da nur: “Wachsam bleiben!” Viele Kreise haben grosses Interesse daran viele Daten über uns zu sammeln… und dies sicher nicht nur zu unserem Vorteil…

Jedes Jahr gibts Preise für die schlimmsten Datensammler: Die BigBrotherAwards!

BigBrotherAwards Schweiz
BigBrotherAwards Deutschland

Update:
Na da war ich ja mal der Aktualität voraus: Die Schweizer Behörden planen die Einführung eines nationalen Polizeiindexes! Damit kann dann jeder Dorfpolizist auf eine umfangreiche Datenbank mit Informationen über “Untaten” der Bürger zugreiffen. Bedenklich… noch bedenklicher wäre es, wenn auch blosse Verdachtsmomente abgespeichert würden…
Für Interessierte gibts hier mehr dazu…

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Nov 09 2006

Willkommen Kälte

Damian Haymoz @ 14:28

Die meisten Leute beklagten sich in den vergangenen Tagen darüber, dass es plötzlich kalt geworden ist. Wie anstrengend. Das Quecksilber purzelte um stolze 15 Grad Celsius. Voll krass!
Moment, was heisst den hier voll krass? Es ist November, der zweit letzte Monat des Jahres. Dieser verfügt nun einmal über den Charakterzug, kühler als der Juni oder der August zu sein. Für jene unter uns, welche während des Naturkundeunterrichts mit einem durchzogenen Dünnpfiff unter der Mütze zu kämpfen hatten, diese möchte ich an der hiesigen Stelle gerne dazu einladen, wieder einmal etwas in Punkto UM(DIE)WELT mitzudenken. Als Denkanstösse nenne ich die vier Jahreszeiten, jawohl, es sind vier, und dazu noch eine weitere Bezeichnung, die übrigens immer noch als aktuell gilt; Klimazonen. Na, Groschen gefallen?

Wenn nicht, kann man sich doch noch in einer eher verblendeten Winterzeit – mit Badehose, Sonnebrille, Cocktail, Sonnenbrand – erleben. Dieses Phänomen ist eine Mischung aus Fernweh, Flucht und Selbstgefälligkeit. Solche Verhaltensweisen können übrigens auch unter der Rubrik «Klimaflüchtlinge » verbucht werden. Tausende Menschen flüchten vor Hochwassern und Taifuns, im Gegenzug verreist unser eins in der Hoffnung, die eigene Gemütslage noch ein Weilchen oben zu halten, den Spass am Leben auszubauen. Nun, heisst das jetzt, das Auslandreisen in der jetzigen Zeit verpönt sind? Ist es uncool geworden, sich während der beginnenden Winterzeit zu verpissen?

- Nein. Glücklicherweise lebt in unserer Gesellschaft ein reges Interesse an fremden Kulturen.

- Ja! Grausig, wenn sich im Ziehkoffer mehrheitlich trägerlose Shirts, schlampig geschnittene Kleider, zu knappe Röcke, die letzte Ausgabe der Schweizer Illustrierten, Schminkutensilien, Aromat und Maggi, Autoschlüssel, unerledigte Arbeit und weitere belastende Dinge finden lassen.

Trotzdem, buchen! Thailand, Brasilien, Neuseeland, die dominikanische Republik und andere unzählige Destinationen locken nicht um sonst mit ihren beneidenswerten Qualitäten. Was soll man da noch sagen. Schön. Schön?

So ganz unter uns gesagt, von der naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise aus gesehen, sind wir – jawohl, immer noch – Naturwesen. Winterschlaf, Stimmungswechsel, Scheibenkratzen, Ansammeln von Fettpölsterchen, Fondueplausch, Glühwein statt Bier, Rückzug des peripherischen Treibens. Es scheint als dringe da eine Klarheit an den Tag, die uns nachdringlich zuflüstert, dass sich auch der gesunde menschliche Organismus an einen bestimmten Rhythmus hält. Gemäss den chronobiologischen Forschungen verlaufen alle physiologischen Prozesse rhythmisch. Somit könnte sich unsere seelische Verfassung also gut an der Fülle der Herbstfarben nähren. Mein Maltherapeut erzählte mir neulich etwas über die Farben und deren Wirkung. Klang sehr interessant und einleuchtend! Ich kapierte es aber dann trotzdem nicht so recht. Fazit: Open your eyes, close your Geldbörse. Lassen wir das jetzt. Gesund zu leben ist anstrengend. Oder nicht?
Egal, Hauptsache, man tut was. Deshalb kurve ich noch einmal in meinem Wagen, meinem 1,6 Liter Franzosen, durch die Stadt. Hätte ich eine 3 Liter Karre, dann würde ich wahrscheinlich zweimal durch Winterthur tuckern. Aber wer weiss, wenn wir alle gemeinsam etwas öfter aufs Gaspedal treten, die öffentlichen Verkehrsverbunde meiden, endlich jede Form von Fahrgemeinschaften ausgemerzt haben, oft ins Ausland fliegen, dann bleibt es vielleicht auch bei uns das ganze Jahr warm.

sternenpracht AT gmx.ch

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