Nov 20 2007
Little Geek Quiz
33
…bin etwas enttäuscht von mir…
Nov 19 2007
Spätestens dann, wenn der erste graue Schnee niederfällt ist es an der Zeit, den Ordner meiner geknipsten Ferienfotos anzuklicken und mit wässrigen Augen auf den Desktop zu starren. Wieso? Darum. Vor vier Wochen sonnte ich mir noch den Nacken feurig, trank mich mit Hotelmanagern, Börsenspekulanten, Backpackern, Chefredakteuren, fragwürdigen Engländern, noch fragwürdigeren Deutschen beinahe um den Verstand und kletterte sogar Leguanen hinterher – wobei ich mir bei der Sache mit den Leguanen nicht mehr so ganz sicher bin.
Jetzt, nach achtundzwanzig Tagen Trockenzeit, heisst es nun Kräutertee statt Rum. Hinzu kommt, das die Auswertung meiner sprachlichen Lernerfolge auf einer Skala von eins bis zehn nicht über eine Zwei hinaus reicht. Zu meiner Verteidigung muss allerdings gesagt werden, dass die Venezuelaner mehr als die Hälfte eines gesprochen Wortes schlucken oder weg lispeln. Dies führte dazu, dass ich zwangsläufig pantomimische Vorführungen veranstaltete, um die in schwarz-weiss abgebildeten Stadtpläne aus dem Reiseführer zu untermalen. An den Busterminals und in Schnellimbissbuden fühlte ich mich jeweils wie ein Zweitklässler, der sich im ersten Familienurlaub an der Costa Brava eine Portion Spaghetti bestellen durfte. „Hä? Mami, was het dä Ma gseit?“ Bei mir, zwanzig Jahre später, klang das dann so: si…äääh…no…como? no entiendo – letzteres heisst soviel wie ich verstehe sie nicht.
Item, schön war es trotzdem, sehr sogar. Das Nichtverstehen einer anderen Sprache hat aber auch seine Sonnenseiten, was mir erst gegen den Schluss dieser Reise so richtig bewusst wurde. Als ich in Caracas auf meinen Rückflug wartete, zündete ich mir an Ort und Stelle, einfach so, eine Zigarette an. Die grossen Verbotsschilder hatte ich leider übersehen weil, eben, no entiendo. Also paffte ich eine Belmont doble filtro. Für dieses Vergehen erntete ich zwar nicht die freundlichsten Blicke, was ich irgendwie einsah. Man schien sich also doch zu verstehen. Zweieinhalb Stunden später, sprich fünf abgebrannte Belmonts, erklang mein Name über die Lautsprecheranlage. Am Schalter B13 versuchten mir zwei in blau gekleidete Herren zu erklären, dass der Flug nach Frankfurt überbucht sei und ich auf den nächsten Flieger, Abflug in elf Stunden, zu warten hätte. Ihr Pech und mein Glück über die fehlenden Spachkenntisse beiderseits verschafften mir, nach einer zähen Partie Schulbubensturheit, einen Sitzplatz in der Buissnes Class. Natürlich ohne Aufpreis. Erst dann, als ich die glorreich erkämpfte Boardingkarte sicher in meiner Hosentasche verstaut hatte, gelang es mir, ein freundliches *magnifico! gracias, es muy amable de su parte hervor zu stottern. Die beiden Angestellten wurden etwas bleich, ich etwas rot.
Eine letzte Zigarette vor dem Abflug blieb mir jedoch verwehrt, weil einige Passagiere handgreiflich zu werden schienen. Aber hey, no entiendo.
*grossartig! das ist nett, danke
Nov 19 2007
Laut uneasysilence.com wird die IMEI-Nummer jedes iPhones an Apple-Server übertragen, wenn iPhone-Besitzer Aktienkurse oder den Wetterbericht abrufen. Apple protokolliert dazu die IP-Nummer, und speichert zum Beispiel welche Aktienkurse mit Hilfe des iPhones abgerufen werden.

Wird versucht, diese Dienste ohne Übermittlung der IMEI-Nummer zu nutzen, erscheinen keine Ergebnisse mehr.
(Die IMEI-Nummer ist eine eindeutige Identifikationsnummer, die jedes Handy besitzt.)
Wenn dann noch mit dem iPhone Musik über iTunes gekauft wird ist die Datensammlung perfekt. Dank der Rechnungsadresse wissen Sie wer Du bist. Durch die Verknüpfung deiner Adresse, deiner IMEI, deiner IP, sowie deinen Nutzungsdaten der Programme (Wetter, Aktien usw..) weiss Apple sehr viel über dich.
Wo befindest du dich gerade? (IP) Wo willst du hin? (Google Map), Wo hast du dein Geld angelegt? (Aktien)…
??? Willst Du das ???
(Update: Ok, der Beweis von Hackint0sh wurde zerstört. Die Übermittlung der IMEI ist nicht nachweisbar … Statistiken machen Sie trotzdem … Ich glaube schon dass die da Daten sammeln… Bei der iPhone-Aktivierung wird die IMEI allerdings übertragen, die Verknüpfung Person< ->Mobile wird also bei Apple gespeichert… Ich halte euch über neue Erkentnisse auf dem laufenden…)
Nov 14 2007
Ja so ist es, eine Email ist in etwa so privat wie eine Postkarte… Das Internet ist ein Netzwerk von vielen Rechnern… Ein Email kommt also an etlichen Computern vorbei bevor es seinen Zielort erreicht. Es besteht die Möglichkeit, dass ein ethisch nicht 100%ig verantwortungsbewusster Mensch
, auf seinem Server einen Mitschnitt macht.
Das ist wie bei Postkarten, der Postbeamte kann sie lesen wenn er will. (Elektronische Postbeamte können natürlich viel mehr und schneller lesen und analysieren
)
Nicht dass man was zu verbergen hätte … aber man kann ja trotzdem mal verhindern, dass jemand mitlesen kann, was nur mich und dich etwas angeht.
Also GnuPG machts möglich. Das Ding bietet 2 Sachen:
- 1. Der Absender kann signieren, so dass du sicher bist, dass nicht ein anderer die mail verschickt hat.
- 2. Die gesamte Nachricht kann Bombensicher verschlüsselt werden. Das heisst, Du schreibst den Text, der verlässt verschlüsselt deinen Computer, und wird erst auf dem Empfangsgerät des Empfängers wieder entschlüsselt. Von nun an kann mitschneiden wer will. Dank hoher Verschlüsselung brauchen sogar Geheimdienste Jahre um ein einziges Email von dir zu entschlüsseln damit sie es lesen können. (PS: Falls du in Amerika wohnst, darfst du Verschlüsselung nicht benutzen, weisst du, Terrorgefahr und so… Ist alles nur zu deinem Besten…)
Aber wie funktioniert das ganze?
GnuPG ist ein asynchrones Verschlüsselungsystem… Hä? Also Es gibt zwei Schlüssel, einen öffentlichen und einen privaten.
Den öffentlichen gibt man seinen Freunden und den Privaten behält man streng Geheim.
Meldungen die mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt wurden, können nur mit dem öffentlichen Schlüssel entschlüsselt werden.
Umgekehrt dasselbe, Meldungen, Texte, Videos, Bilder die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurden, können nur mit deinem privaten Schlüssel geöffnet werden.
Wenn dir also jemand etwas schicken will, dass nur für deine Augen bestimmt ist, dann verschlüsselt er es einfach mit deinem öffentlichen Schlüssel, und nur Du kannst es noch öffnen. (mit deinem privaten Schlüssel) Praktisch oder? So wird Bombensicher verschlüsselt.
Und … damit dein Freund weiss, dass die Nachricht von dir kommt, Signierst du deine Mails an ihn mit deinem privaten Schlüssel. Kann der Freund deine Signatur mithilfe von Deinem öffentlichen Schlüssel lesen, so kann er sicher sein, dass die Nachricht auch wirklich von dir stammt.
Nonplusultra ist natürlich die Kombination der beiden. Verschlüsseln und signieren. Du verschlüsselst mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers und signierst mit deinem privaten Schlüssel.
So kann nur er die Nachricht lesen (Du hast mit seinem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt, also kann nur sein privater Schlüssel das wieder übersetzen.)
Und er weiss dass es von Dir kommt (da Du ja zusätlich mit deinem privaten Schlüssel verschlüsselt hast, weiss er sicher, dass die Nachricht von Dir ist, denn nur dein öffentlicher Schlüssel öffnet Sie.)
Also was brauchst du dazu?
Software für deinen Computer, ein eigenes Schlüsselpaar (zum signieren und verschlüsselt empfangen), und den öffentlichen Schlüssel des Empfängers (zum verschlüsselten senden)
Ist einfacher als es klingt:
1. Schlüsselpaar generieren (gibt 2 Dateien, öffentlicher und privater Schlüssel sind 2 Dateien)
2. Im Email Programm konfigurieren
Ist das erledigt, dann kannst Du die Theorie von oben vergessen. Dann musst du nur noch signieren und/oder verschlüsseln im Mail Programm anklicken und schon ist alles abhörsicher.
Software für die verschiedenen Plattformen sind unten aufgelistet.
Für Windowsler gibts hier ein fertiges InstallPaket:
GPG4Win … einfacher Installer, Schlüsselverwaltung, Integration in Outlook, blablabla…
MacGPG Schlüsselverwalter und MailPlugins (2 Programme installieren und fertig)
Für Anarchisten, Hippies und Linuxer:
aptitude install seahorse
oder für die Ubuntu-Klicker: Anwendungen –> Hinzufügen/Entfernen… –> “Seahorse” suchen und installieren
Seahorse verwaltet dann die Schlüssel und Evolution verschlüsselt und signiert die Mails.
Also, Verschlüsselt was das Zeug hält. Der Staat und die grossen Konzerne müssen ja schliesslich nicht alles wissen.