Manfred Pürro @ 12:59
Ich muss es hier notieren, damit ich später mal sagen kann: “Wusst ichs doch!”
Momentan ist Bio-Treibstoff in aller Munde. Politiker schwärmen davon und da sie in der öko Welle punkten möchten setzten sie sich dafür ein.
Nur gibt es bei Bio-Treibstoff 2 entscheidende Probleme die ignoriert/vergessen werden.
1. Ökologisch: Bio-Treibstoff bedeuted bloss Treibstoff aus Bio-Masse, aus nachwachsenden Rohstoffen… mit Biologisch im ökologisch umweltfreundlichen Sinne hat es allerdings NICHTS zu tun (was fälschlicherweise imm wieder suggeriert wird). Denn wenn die Verschmutzung bei Anbau, Pflege, Destilation usw… mitgerechnet wird ist es gar schädlicher als das gute alte Erdöl.
2. Sozial: Als Biomasse für Bio-Ethanol werden auch Mais, Weizen usw. verwendet. Durch die steigende Nachfrage verteuern sich so diese lebenswichtigen Nahrungsmittel. Die Ärmsten triffts am stärksten. Meiner Meinung nach ist in einigen Ländern die kritische Masse schon fast erreicht un es wird zu Aufständen kommen.
Alles in allem verursacht Bio-Treibstoff mehr Probleme (Umweltverschmutzung, Hungersnöte, soziale Unruhen) als er löst (Abhängigkeit und Energie-Versorgung). Eine komplette Mogelpackung (wieder mal) die uns als ökologisch sinnvolle Zukungftstechnologie verkauft wird.
Also sagt NEIN zu “Bio”-Ethanol !!!
Weiterführende Links:
the silent tsunami
Mexiko in der Tortilla-Krise
Wikipedia Biodiesel
Kristallkugel:
Die Förderung des BIO-Sprits (wenns denn so weitergeht) wird als grosser Fehler in die Geschichte eingehen!
Tags: eidos, politics
Damian Haymoz @ 23:49
Neulich fuhr ich mit dem Zug in den Aargau. In Wirklichkeit fährt ja niemand einfach so in den Aargau. Entweder fährt man durch ihn hindurch oder steigt kurz aus um zu pinkeln. Ich besuchte einen Kollegen, der erst kürzlich seinen Einzug in eine neue Wohnung angetreten hatte. Die zeitaufwendige Anreise, im Vergleich zur Anfahrt mit dem Auto, nahm ich gerne auf mich. Erstens wollte ich auf ein Nehmen-wir-noch-eins nicht verzichten, und zweitens erhoffte ich mir insgeheim, diesen Kanton auf eine andere Weise neu zu entdecken. Denn, «er sei ja schon schön, der Aargau!», sagen die Heimischen. Nur, stimmt das wirklich oder rühren diese Äusserungen von den Überdosen an Auspuffruss her?
Mit zeitverschwenderischem Ergeiz gegen dieses Vorurteil stieg ich also in Dietikon um und erwische gerade noch das blaue Bähnli nach Bremgarten. Nun konnte sie losgehen, die Exkursion in eine unbekannte Landschaft, denkbar voll von fremdartigen Panoramen und mystischen Tempellandschaften. Was mich da wohl alles hinter den grauen Autobahnplanken, hinter all den Rastplätzen erwarten würde?
Gemächlich rollte die BD-Bahn (Bremgarten-Dietikon-Bahn) los. Die Strecke führt über den Mutschellen, wo dem Fahrgast ein Höhenanstieg von zirka 160 Metern bevor steht. Bis nach Bremgarten erwarteten mich knappe, aber sehr wertvolle einundzwanzig Minuten Bahnfahrt. Vier Haltestellen weiter rapportierte ich in mein Logbuch unter Kapitel 9 « ein Leben hinter den Strassen», folgendes: Drinnen; Kaffeeautomat Marke Venezia LX – okay. Draussen; -☹__◗- ! Die Bahnstrecke schlängelt sich nämlich bündig neben einer sogenannten erstklassigen Hauptstrasse den verdammten Mutschellen hoch, dann wieder runter. Zu sehen gab es weder mystische Hügelketten, noch romantische Waldlichtungen oder idyllisch anmutende Meditationswiesen. Gegenteiliges rauschte an mich durch das Bahnfenster heran. Baustellen, Lärmschutzwände, Rennstrassen, Grauköpfe am Streetwalking, überaus überbaute Überbauungen, rollende, teils stehende Blechlawinen, des Bünzlis Gärtli und zu guter letzt eine Werbetafel, die auf den baldigen Rennsportanlass am Mutschellen hinweist. Wahrscheinlich die aargauische Auffassung eines autofreien Sonntages.
Die Hinreise endete daher genau so unglücklich wie das Leben jenes Igels, Höhe Haltestelle Hammergut, verdammt platt. In Bremgarten angekommen, begann ich nach dem Friedhof zu suchen. Nicht etwa meinetwegen, nein, um Himmelswillen! Die Wohnung des oben genannten Junggesellen liegt nun einmal dort in der Nähe. Etwas bizarr kam mir dieses, ganz ansehnliche Städtchen aber dann schon vor. Ich irrte ein wenig durch die menschenleeren Gassen hindurch und wunderte mich darüber, wo sich bloss all die Menschen aufhalten mochten. Da kam mir plötzlich des Rätsels Lösung: Wahrscheinlich fuhren diese gerade mit ihren Autos auf den schönen, erstklassigen Strassen herum.
Später, als ich den ergrauten Wohnblock gefunden hatte, begab ich mich in die wohlbeseelte Wohnung meines daheim gebliebenen Kollegen. Nach der obligaten Besichtigung der Räumlichkeiten fiel die unvermeidliche Frage.
Er: «Und, wie findest du`s hier? »
Ich kippte meinen Schädel nach hinten und spülte die mit CO2 verstaubte Kehle sauber.
Wieder er: «Ich meine abgesehen von meinem neuen Daheim.»
Ich: «Ganz schön.»
Er: «Ehrlich?»
Ich: «Nein. Aber dafür ganz schön grau.»
Der Abend endete übrigens auch ganz schön. Nämlich ganz schön blau.
Tags: Kolumne
Manfred Pürro @ 15:55
Na dann hol dir nen GSM-Jammer
!!!

166 Stutz und der Portable Phone Jammer gehört dir. Damit legst du im Umkreis von 5-10 Metern jedes Handy lahm dass mit GSM 850 / 900 / 1800 oder 1900 MHz funkt. Also alle Handys des Planeten ausser die amerikanischen (die haben mal wieder einen eigenen Standard
) Und dabei ist das Gerät mit 70g kleiner und leichter als ein handelsübliches Handy.

Und wem die 5-10 Meter zuwenig sind, der wird sicher bei phonejammer.com fündigt. Ein Shop der sich nur um Geräte zur Empfangsstörung von Handys kümmert.
Falls jemand nun wirklich so ein Teil bestellt… bitte vorher die Gesetze konsultieren. Im öffentlichem Raum sind die Geräte meist verboten, weil man so im schlimmsten Falle auch einen Notruf verhindern könnte. Wie das ganze in geschlossenen privaten Räumen in der Schweiz aussieht weiss ich jetzt leider nicht…
Aber wär das ganze nicht eine nette Idee für Kinos und Restaurants?
Happy Jamming
(Update: In der Schweiz sind die Dinger komplett verboten. Egal ob Privat oder Öffentlich! Dank an Dominik für die Info!)
Tags: gadgets, IT
Manfred Pürro @ 16:52
Hier der Beweis, dass DRM einfach kacke ist und mehr schadet als nützt. Vor Jahren habe ich eine meiner Lieblings-CD’s in mp3 umgewandelt…
Nun heute habe ich besagtes Stück per iTunes hören wollen… und was meint iTunes dazu?

Was soll dass den? Ich darf nicht?
Auf welcher Grundlage wird denn da enschieden? Ich soll angeben in welchem iTunes Store ich das gekauft habe?
Wie? ist das ernst gemeint? Darf ich jetzt nur noch im iTunes gekaufte Musik abspielen?
Legal selber geripptes ist also nicht erlaubt?
Meine Situation ist nun so: Die geliebte CD, der Band “The Presets” kann ich auf diesem Apfel PC unmöglich hören, denn, da ich sie nicht im Apple Store erworben habe… gibts für mich auch keinen Benutzernamen und Passwort um das Lied freizuschalten.
2 Möglichkeiten hab ich noch:
Apple MacOSX von der Kiste verbannen und durch ein Anwenderfreundliches Linux ersetzen!
… oder ich kauf mir die CD ein zweites mal um sie in iTunes hören zu dürfen…
hmmm… was tu ich da bloss…
Ich glaube mein kurzer OSX Rückfall (ausgelöst durch macbook) ist hiermit beendet…
Ich will wieder ein System, welches mich nicht daran hindert, MEINE EIGENE Musik zu hören…
Tags: IT, mac
Manfred Pürro @ 11:28
Wenn man ein Programm schreiben will, welches bestimmte Dinge in einem Text/Sourcecode findet kommt man nicht drumherum sich mit Regular Expressions (RegExp) zu befassen.
Reguläre Ausdrücke (RegExp) sind eine Art um TextMuster zu definieren. Gute Anleitungen dazu gibts hier.
Viele Aufgaben im täglichen Leben eines Entwicklers können mittels RegExp viel eleganter gelöst werden als mit anderen Mitteln. Also schauts euch mal an.
Zum Testen von RegExp kann ich das freie Tool Visual Regexp von Laurent Riesterer wärmstens empfehlen. Da kann man sehr praktisch seine RegExp’s austüfteln…

Das Tool ist mit TCL/TK geschrieben (übrigens ne nette Sprache wenn man noch keine Scripting Language im Repertoire hat)
Tags: !programming, IT